Gladenbach
Heimatmuseum "Amt Blankenstein" e.V.

Stadt am Blankenstein

1237 als Gerichtsort erstmals urkundlich erwähnt, hat Gladenbach im Schatten der Burg Blankenstein eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Handel und Handwerk waren in dem früheren Marktflecken schon immer zahlreicher vertreten als bäuerliche Betriebe. Verwaltung, Gericht, Katasteramt, Forstamt, Bischoffen, Sitz des Amtsphysikus sorgten für ein reges geistiges und gesellschaftliches Leben. Schöne alte Fachwerkhäuser in der Nähe der ursprünglich romanischen Kirche sowie der neugestaltete Stadtkern machen das Leben hier liebenswert. Schon 1906 aufgrund der hohen Luftqualität und der waldreichen Umgebung als Luftkurort anerkannt, trägt die Stadt heute das Prädikat "Kneipp-Heilbad". 1937 erhielt Gladenbach Stadtrechte. Moderne Freizeitanlagen (Tennishalle, Freizeitbad, Großsportfeld, gut beschilderte Wander- und Fahrradwege) sowie eine gepflegte Gastronomie laden zu einem Besuch in Gladenbach ein.

Das Museum

Das Heimatmuseum trägt seinen Namen nach dem Amt Blankenstein. Verwaltungssitz des Amtes war bis ins 18. Jahrhundert die Burg bzw. das spätere Schloss gleichen Namens. Die Ruine ist heute noch auf einem Hügel nordwestlich der Stadt erhalten. Schloss und Amt waren im Besitz der hessischen Landgrafen, die sich dort durch einen Amtmann mit bedeutenden Vollmachten vertreten ließen. 1821 wurde das Amt Blankenstein aufgelöst. Vorher war der Amtssitz in den Ort verlegt worden. Die Exponate des Museums stammen hauptsächlich aus dem Gebiet des ehemaligen Amtes. Die Sammlungen sind im Haus des Gastes ausgestellt.

Oberes Foyer:

Archäologische Funde der Vor- und Frühgeschichte, Nachbildung des Schlosses, Grabungsfunde von der Burg, Übersicht zur Geschichte von Burg und Schloss, Wappen der Ritter von Gladenbach mit Urkunde, Stiche von Merian und Dillich zur Burg. Stadtgeschichte, Schulwesen um die letzte Jahrhundertwende. Geschichte der Juden in Gladenbach. Wechselausstellungen.

Unteres Foyer:

Mineralogische Sammlung, Vögel unserer Heimat, Feuerspritze aus dem Jahr 1731, Schusterwerkstatt aus der Zeit um 1900.

Treppe zum Untergeschoss:

Übersicht zur Geschichte des Amtes Blankenstein, Trachtenbilder von Ferdinand Justi.

Untergeschoss:

Trachtenbestandteile, Sticktücher, Bauernstube in der Tracht des Amtes Blankenstein, funktionsfähiger Leinenverarbeitung, dreigeschossiger eiserner Ofen (1905), Heimat.

Trägerschaft

Heimat- und Museumsverein "Amt Blankenstein" e.V.

Kontaktadresse

N.N.

Öffnungszeiten

Mo — Sa 8 bis 18 Uhr, So 14 — 18 Uhr

Eintritt

Frei

Führungen

Für Museum und Stadt nach Vereinbarung

Informationsmaterial

Jahresschrift "Amt Blankenstein"

Verkehrsverbindung

B 255 von Marburg und Herborn